Aufruf zur Aktion #50Shadesofselfemployment – Selbstständigkeit hat viele Gesichter

Wenn ich anderen Menschen erzähle, dass ich selbstständig bin, ernte ich meinst Reaktionen, die irgendwo zwischen Überraschung, Entzücken und Bedauern anzusiedeln sind. Einerseits scheint kaum jemand ernsthaft glauben zu können, dass es eine Frau, noch dazu unter 30, schafft, ihr eigenes Business zu wuppen und andererseits entwickeln meine Gesprächspartner schnell Mitgefühl, dem sie in Sätzen wie „Oh, das ist sicher total anstrengend.“ oder Ach, und davon kannst du wirklich leben?!“ Ausdruck verleihen.

Selbstständige Frau

Immer wieder stelle ich fest, dass das Schreckgespenst Selbstständigkeit noch immer fest in den Köpfen vieler Menschen sitzt – und immer wieder will ich für diese Form des Arbeitens in die Presche springen. Denn – Achtung, es folgt eine überaus schockierende Information! – ich liebe es mit jeder Faser meines Körpers, selbstständig zu sein.

Selbstständigkeit hat nicht nur ein Gesicht!

Das Gefühl, als Selbstständige immer in einem irgendwie bemitleidenswerten Licht betrachtet zu werden, hat mich auf die Idee gebracht, eine Blogparade ins Leben zu rufen. Ursprünglich war geplant, Artikel über die tollen Seiten der Selbstständigkeit zu sammeln und damit aufzuzeigen, dass es keinesfalls furchtbar ist, nicht fest angestellt zu sein. (Der Hashtag, der mir hierfür durch den Kopf ging, war übrigens #NICHTselbstundständig)

In einem ersten Austausch mit Sarah, einer freiberuflichen DaF-Dozentin, auf Instagram wurde mir aber schnell klar, dass dieser Ansatz genau das wäre, was ich so schade finde: Man presst das Thema Selbstständigkeit in eine vorgefertigte Schublade. Alles, was danach noch übersteht, wird einfach mit Schmackes abgeschnitten – und fertig ist das Bild, das man präsentieren möchte.

Nein, das ist nicht die Richtung, in die diese Blogparade gehen soll. #50Shadesofselfemployment soll zeigen, dass Selbstständigkeit viele Gesichter hat. Es ist ein klares NEIN! zu Generalisierungen, Klischee-Denken und Mythen, die teilweise älter sind als ich.

Bist du dabei?

Jeder der – in welcher Form auch immer – selbstständig ist, ist herzlich eingeladen, sich an meiner Blogparade zu beteiligen und seine oder ihre Erfahrungen mit der eigenen Selbstständigkeit zu teilen. Wie? Das ist dir überlassen. Ich kann mir zum Beispiel diese drei Möglichkeiten vorstellen:

  • Du veröffentlichst deinen Beitrag auf deinem Blog/deiner Webseite
  • Du veröffentlichst deinen Beitrag auf meinem Blog (wende dich gern unter info@jf-texte.de an mich)
  • Du veröffentlichst deinen Beitrag auf Facebook, Instagram, Youtube, in deinem Podcast – wo auch immer!

Ich möchte diese Aktion gern so niederschwellig wie möglich gestalten, um eine maximale Beteiligung zu erreichen. Der Begriff „Blogparade“ darf darum gern auch etwas weniger streng interpretiert werden. In meinen Augen ist es wichtig, zu zeigen, wie „selbstständig sein“ (wirklich) ist und was für eine Vielfältigkeit sich hinter diesem Arbeitsmodell verbirgt. Lasst uns doch gemeinsam Licht ins Dunkel bringen und „Außenstehenden“ zeigen, was es alles bedeuten kann, selbstständig zu sein.

Wenn du möchtest, dass ich deinen Beitrag (in welcher Form auch immer) in der abschließenden Zusammenfassung aufgreife, dann verlinke ihn gern als Kommentar unter diesem Beitrag. Alternativ kannst du mir auch gern eine Mail schicken (info@jf-texte.de) oder mich via Instagram (@jessi_wortliebe) kontaktieren.

Wenn du den Hashtag #50Shadesofselfemployment verwendest, um deinen Beitrag zusätzlich zu taggen und auf die Aktion aufmerksam zu machen, dann freue ich mich natürlich sehr darüber. Ein Muss ist es allerdings nicht.

Da soll es erst einmal in aller Knappheit gewesen sein. Noch Fragen?! Einfach fragen.

Ich freue mich auf rege Teilnehme und jede Menge Sichtweisen – vielleicht werden es am Ende (welches ich gar nicht genau terminieren möchte) ja wirklich #50Shadesofselfemployment 😉

Foto: © Konstanze Wutschig Fotografin

5 Responses to “Aufruf zur Aktion #50Shadesofselfemployment – Selbstständigkeit hat viele Gesichter

  • Hi Jessika, sehr witzig, genau zu diesem Thema habe ich mich unteranderem auf der #smwhh die vergangenen Tage unterhalten.
    Ich muss sagen, wir in unserem Gründerteam sammeln zahlreiche positive Impressionen. Was du beschreibst kann ich trotzdem beobachten und sehe es bei vielen Mitstreiterinnen… ich finde es unglaublich schade, dass Frauen nicht die selbe Power und Kraft unterstellt wird wie irgendwelchen unkoordinierten männlichen Gründerteams…
    Noch viel ärgerlicher finde ich, dass du dich überhaupt mit dem „Mitleid anderer“ auseinandersetzen musst, anstatt die Power vollständig in dein Business zu stecken. Ich ziehe den Hut vor jedem der sich für die Freiheit der Selbstständigkeit entscheidet und unter dem Motto stark sein – zusammen sind wir noch stärker, entscheidet!
    Also verstecke dich nicht hinter allgemein bekannten Floskeln, steh deine Frau und beweise es jedem der es dir nicht zutraut. Wenn wir ehrlich sind, sind das es nur Neider… das war das Wort zum „freien“ selbstständigen Samstag 😉

    • Hallo Julien,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Absolut richtig, man sollte sich nicht zu lang an den Aussagen anderer aufhalten :)

      Liebe Grüße,
      Jessika

  • Hallo Frau Fichtel,

    Ihre Blogparade finde ich sehr spannend. Vielen Dank, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben. Ja, viele Menschen sind beim Thema Selbständigkeit mit Scheuklappen unterwegs. Dabei ist das Thema so facettenreich. Und wenn Selbständige es verstehen, ihr Business nach ihren Wünschen zu gestalten, ist es die wunderbarste Art zu arbeiten.

    Ich werfe sehr gerne meinen Beitrag zum Thema »Selbst und ständig?« in die Runde und freue mich auf weitere Geschichten und Einblicke.

    https://www.sascha-theobald.de/blog/selbst-und-staendig/

    Viele Grüße!
    Sascha Theobald

    • Hallo Herr Theobald,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich bin sehr froh, dass ich ihn via Twitter gefunden habe :)

      Viele liebe Grüße,
      Jessika Fichtel

  • Tolle Idee! Da mache ich gerne mit! 🤗