Abenteuer Freelancer

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Wie sagt man so schön? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So war es auch bei mir und meinem beruflichen Werdegang. Hätte man mir vor fünf Jahren gesagt, dass ich mich mal selbstständig mache und als freiberufliche Autorin arbeiten würde, dann hätte ich dafür wahrscheinlich nur ein ungläubiges Lächeln übrig gehabt.

Dass nun genau das der Fall ist, zeigt einmal mehr, wie unberechenbar das Leben doch ist. Mir hat diese Entwicklung auch klargemacht wie wichtig es ist, sich freizumachen.

Denn wer seinem Leben die Chance gibt, auch mal außerplanmäßig zu laufen, eröffnet sich dadurch oftmals völlig neue Möglichkeiten.

 

Aller Anfang ist schwer… oder?!

Für mich war die Freiberuflichkeit eine mehr oder weniger spontane Aktion. Da ich zum damaligen Zeitpunkt keine feste Stelle in Aussicht hatte, sondern nur freie Angebote bekam, zog ich daraus die einzig logische Konsequenz: Ich meldete meine Freiberuflichkeit beim Finanzamt an und erhielt meine Steuernummer, um Rechnungen schreiben zu können.

Klingt gar nicht mal so schlimm, oder? War es auch nicht. Ich selbst bin heute noch überrascht, wenn ich daran denke, wie schnell und einfach das alles ging (abgesehen von der Eröffnung eines Geschäftskontos, was mich wirklich Nerven kostete…).

Verschiedene Baustellen

Einen ersten kleinen Kundenstamm habe ich mir natürlich schon vor der Anmeldung aufgebaut. Das gab mir Sicherheit und das Gefühl, auch wirklich das Richtige zu tun. Weitere Kunden fand ich schließlich über Initiativbewerbungen und Portale.

Im Bereich Content-Erstellung ist gerade einiges los. Ich hatte das Glück, zu einem günstigen Zeitpunkt einzusteigen und profitiere dementsprechend von den aktuellen Trends, Entwicklungen und Nachfragen.

Trotzdem muss ich auch immer mit eine wechselhaften Auftragslage leben. Während ich in der einen Woche überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll, ist es in der anderen eher ruhig.

Auch das gehört fest zum Abenteuer Freelancer dazu. Kleine Flauten haben mich bisher immer recht schnell nervös gemacht. Mittlerweile habe ich es mir jedoch angewöhnt, freie Kapazitäten für andere „Baustellen“ zu nutzen. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Die Aktualisierung meine Homepage
  • Die Pflege meiner Social Media-Kanäle
  • Die Planung neuer Projekte
  • Der Ausbau von meinem Netzwerk

Freiberufler sein heißt eben auch, sich von Konstanten zu befreien und zuzulassen, dass jeder Tag aufs Neue ein Kampf ist, in dem man sich behaupten muss.

 

Schreckgespenst Selbstständigkeit

In unseren Köpfen ist das Thema Selbstständigkeit immer mit jeder Menge Schreckgeschichten verbunden. Tatsächlich weiß ich nun, dass es kein Spaziergang ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass ich es mir noch viel schlimmer vorgestellt habe. Für mich waren die vergangenen Monaten ein großes Abenteuer, durch das ich vieles gelernt habe. Auch wenn meine Karriere als Freelancer scheitern sollte, habe ich doch etliche Erfahrungen gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann. Allein schon deswegen hat sich der Schritt für mich definitiv gelohnt. Hinzu kommen zahlreiche Vorteile, von denen ich in einem späteren Blogpost berichten möchte.

Ich kann nur jedem, der über den Schritt in die Selbstständigkeit beziehungsweise Freiberuflichkeit nachdenkt, raten, es zu machen. Die Erfahrungen, die ihr hierbei sammelt, sind einfach unbezahlbar und oftmals in keinem Angestellten-Verhältnis zu gewinnen.

Gibt es Selbstständige und/oder Freelancer unter euch? Oder denkt ihr gerade darüber nach, den Schritt zu wagen? Ich freue mich, wenn ihr mir von eurem Werdegang und euren Erfahrungen berichtet.

P.S.: Die Inspiration für diesen Blogpost ist ein Beitrag von Katja Schönefeld, in welchem sie über das Thema „entspannt selbstständig“ schreibt.

3 Responses to “Abenteuer Freelancer

  • Hallo Jessika,

    toll, dass ich dich zu einem Blogpost inspiriert habe! <3

    Die wechselhafte Auftragslage hat mir anfangs auch Sorgen bereitet. Als Dozentin habe ich beispielsweise im Dezember und Juli/ August aufgrund der Urlaubszeit massive Einkommenseinbrüche. In dieser Zeit arbeite ich dann aber intensiver an anderen Projekten, meinem passiven Einkommen und z.B. als Redakteurin. Das Ganze erfordert zwar etwas Planung, doch dafür bin ich mit dieser "Mehr-Standbein"-Schiene immer ganz gut gefahren. Selbst wenn man etwas einbricht, hab ich so ein kleines Netz mit doppeltem Boden.

    Über den Aspekt, aufgrund eines Unfalls oder Krankheit mal länger auszufallen, denke ich allerdings lieber noch nicht nach … Da wären wir dann wieder bei der fehlenden Sicherheit für Selbstständige, die ich in dem Kommentar auf meiner Seite bereits angesprochen habe. *seufz*

    Alles Liebe und weiterhin viel Erfolg!

    Liebe Grüße,
    Katja

  • Liebe Jessika, ein schöner Post, ich bin gespannt, was du in künftigen Einträgen noch über deine Selbstständigkeit berichtest! Ich kam, ähnlich wie Du, wie die Jungfrau zum Kinde, als ich mich direkt nach dem Studium selbstständig gemacht habe. Die Agenturwelt, die als Grafikerin eigentlich auf mich gewartet hätte, war mir sehr suspekt- und ich habe den Schritt nicht bereut. Natürlich gibt es auch mal harte Monate, das alljährliche Sommerloch, Auftragsflauten und Selbstzweifel – aber dann kommt wieder ein tolles Projekt herein und gibt mir Wind unter den Flügeln. Und eins habe ich nach 4 Jahren gelernt – es kommt immer wieder ein neuer Auftrag und ein neuer Kunde. Meine Panik aus den ersten Monaten hat sich deutlich gelegt und meistens genieße ich einfach mein großes Maß an Freiheit, das ich gegen die Sicherheit einer Festanstellung getauscht habe – und dabei so viel gewonnen habe. Genau wie du, bin ich an meiner Selbstständigkeit so sehr gewachsen und habe so viel erreicht, von dem ich früher nie gedacht hätte, das es möglich wäre :) Liebe Grüße! Kea

  • Hi Jessi,
    danke für den Blogpost!
    Ich finde es sehr spannend zu lesen, wie sich der Einstieg für dich angefühlt hat. Seitdem ich unterwegs bin, denke ich oft darüber nach, wie es wäre, selbstständig zu arbeiten. Mal sehen, ob sich etwas daraus entwickelt ?

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