Lohnt sich Content Marketing 2019? 9 Gründe für einen Corporate Blog

„Muss ich jetzt wirklich noch auf den Blog-Zug aufspringen?“

„Lohnt sich das noch, jetzt, da das sowieso schon alle anderen machen?“

„Stimmt es wirklich, dass Content King ist?“

„Reicht meine normale Homepage aus oder muss ich jetzt auch noch anfangen, Videos zu drehen?“


 

Content Management

Wohin man im Internet auch schaut, überall springt einem ein ganz bestimmtes Buzzword entgegen: CONTENT – zu deutsch: Inhalt. Als wäre das World Wide Web bis vor wenigen Jahren ein inhaltsloser Raum gewesen, stellen nun alle mit Erschrecken fest: Damit wir wahrgenommen werden, müssen wir Content produzieren.

Content mit Mehrwert. Content mit Unterhaltungsfaktor. Content mit Witz. Content mit Tiefgang. Ja, manchmal sogar Content ganz ohne jeden Sinn (aber dafür mit Einhörnern).

Wer sich nicht einfach kopflos in das Content-Getümmel stürzt, sondern erst einmal einen Plan mit Hand und Fuß entwickelt (man könnte es auch als „Strategie“ bezeichnen), um damit gewisse Ziele zu erreichen, der betreibt sogenanntes Content Marketing.

Klingt an sich schon mal nicht schlecht, doch lohnt sich das auch wirklich? Immerhin kostet es (einen Haufen) Geld, Texte schreiben, Grafiken erstellen und Videos produzieren lassen – wenn die Inhalte denn auch wirklich gut werden soll.

Ich sage: Ja! – und erkläre dir anhand des Beispiels Blog natürlich auch gern, warum.

Braucht mein Unternehmen wirklich einen Corporate Blog?

Aktuell scheint es so, dass jeder, der etwas auf sich hält, einen Blog betreibt. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen haben dieses Medium in den letzten Jahren für sich entdeckt – und das aus gutem Grund.

Getreu dem Motto „nichts dem Zufall überlassen“ ist Content Marketing im Allgemeinen und das Betreiben eines Blogs im Speziellen eine hervorragende Ergänzung zu all den klassischen Marketing-Maßnahmen, mit denen Unternehmen bereits auf sich aufmerksam machen. Hier findest du meine neun Gründe, die diese Aussage untermauern.

Grund #1: Blogs sind ungefiltert

Pressearbeit ist eine hervorragende Art, um kostenlose Werbung für ein Unternehmen zu machen. Der große Haken: Wenn sich niemand für die neueste Pressemitteilung interessiert und das Thema nirgendwo aufgegriffen wird, war die ganze Arbeit umsonst. Ein weiteres Problem: Namhafte Medien berichten zwar über dein Unternehmen, aber nicht in der Art und Weise, die du dir vorgestellt hast. So werden beispielsweise wichtige Informationen ignoriert oder in einem völlig falschen Licht dargestellt.

Ganz anders verhält es sich im Fall von einem Corporate Blog. Hier bestimmst du allein und völlig unabhängig, was veröffentlicht wird. Das verleitet natürlich, doch Vorsicht: Der Blog sollte nicht ausschließlich mit Eigenwerbung gefüllt werden. Content Marketing bedeutet, den Konsumenten einen unterhaltsamen oder informativen Mehrwert zu bieten. Hierbei steht stets der Kunde mit seinen Interessen im Mittelpunkt – und nicht dein Produkt oder deine Dienstleistung.

Grund #2: Du kannst besser bei Google ranken

Nichts ist mir ferner, als dich an dieser Stelle in die undurchsichtige, irreführende und überaus schnelllebige Welt der Suchmaschinenoptimierung einzuführen. Das können andere deutlich besser als ich. Nur so viel: Wenn du in Sachen SEO aktiv werden willst, dann kann ein Blog keinesfalls schaden.

Warum? Darum:

  • Du kannst gezielt Keywords auf deiner Seite unterbringen
  • Du sorgst dafür, dass deine Seite immer aktuell (und dadurch relevant) ist – durch Aufgreifen entsprechender Themen
  • Du generierst durch hochwertige Inhalte Backlinks, die wiederum gut für dein SEO-Karma sind
  • Du erstellst dynamische Inhalte, die deine Webseite „leben“ lassen

Ein gutes Beispiel für die Verbesserung des Google-Rankings durch einen Corporate Blog liefert mein Kunde Bileico. Der Sichtbarkeitsindex bei Sistrix ist seit der Einführung des Content-Mediums im März 2016 um ein Vielfaches gestiegen.

Grund #3: Dein Unternehmen wird sichtbar(er)

Ja, okay – dieser Grund kann auch unter Suchmaschinenoptimierung verbucht werden, denn: Wenn Google deine Seite gut findet, zeigt es sie weit oben im Ranking an und dann sehen dich auch viele Menschen. Bis hier hin nichts Neues.

Wenn ich von Sichtbarkeit durch Content Marketing spreche, dann meine ich damit aber nicht nur gute Google-Rankings, sondern auch die tatsächliche Präsenz – in sozialen Netzwerken, durch Verlinkungen, Erwähnungen, Empfehlungen… Je besser der Content ist, den du bereitstellst, desto mehr Leute werden ihn feiern und teilen – und letztendlich auch deine Homepage besuchen. Das alles wiederum sorgt für eine ganze Menge Aufmerksamkeit für dein Unternehmen. (yeah!)

Praxis-Tipp: An dieser Stelle wird eines sehr gut deutlich – im Content Marketing steht Klasse (mittlerweile) über Masse. Ich bin davon überzeugt: Wer durch Inhalte bekannter werden will, der muss auf Qualität setzen. Fokussiere dich also beispielsweise auf einen wirklich guten Blogbeitrag pro Monat anstatt drei mittelmäßige pro Woche rauszuhauen.

Grund #4: Der Effekt hat eine lange Wirkung

Immer wieder wird davon geredet, dass Content Marketing nachhaltig ist. Ich mag diese Bezeichnung sehr gern, da sie den Nagel auf den Kopf trifft. Während andere Werbemaßnahmen meist nur kurz für Aufsehen sorgen und dann verpuffen (denke hier gern an die Strohfeuer-Metapher), ist der Effekt von einem Blog langanhaltend. Sind die guten Inhalte einmal online, sorgen sie für einen kontinuierlichen Besucherstrom, der mit Sicherheit auch den einen oder anderen Kunden abwirft.

Praxis-Tipp: Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass du deinen Content – einmal erstellt – sich selbst überlassen solltest. Wenn du einen Corporate Blog betreibst, muss dieser kontinuierlich gepflegt und aktualisiert werden. Das verhindert ein Veralten der Beiträge und sorgt gleichzeitig immer wieder für „frischen Wind“. Auch die Qualität der Beiträge wird auf diese Weise stetig gesteigert.

Grund #5: Blogs können Kunden generieren

Ja, es stimmt: Ein guter Corporate Blog kann durchaus auch einen Einfluss auf deinen Kundenstamm haben. Doch damit aus Lesern Käufer werden, sind nicht nur gute Inhalte wichtig. Dein Blog sollte ein durchdachtes Konzept sowie einen guten Themen-Mix vorweisen und immer wieder die richtigen Signale an die Konsumenten senden.

Klingt verzwickt und zeitaufwändig? Jap, genau deswegen solltest du ja auch einen Profi ans Werk lassen – wie mich zum Beispiel hehe.

Grund #6: Du hast immer Material für Facebook und Co.

Als Unternehmen nicht in sozialen Netzwerken aktiv sein gleicht mittlerweile einem Marketing-Harakiri. Werde also unbedingt aktiv, falls du es noch nicht bist.

So weit, so einfach. Richtig kniffelig wird es jedoch erst, wenn du zwar die entsprechenden Profile hast, aber gar nicht weißt, was du nun posten sollst. Gerade im Fall von Facebook und Twitter ist ein Unternehmensblog doppelt profitabel:

  • zum einen hast du Kanäle, auf denen du deine Inhalte streuen kannst
  • zum anderen hast du (eigene) Themen, mit denen du deine Kanäle bespielen kannst

Content Marketing und Social Media gehören schlichtweg untrennbar zusammen. Das eine ohne das andere ist undenkbar.

Grund #7: Die Kundenbindung wird verbessert

Blogs erwecken häufig den Eindruck einer Ein-Weg-Kommunikation: Irgendjemand schreibt einen Text, der von anderen gelesen wird.

An dieser Stelle sollte der Prozess jedoch keinesfalls abgeschlossen sein. Blogs haben nämlich in der Regel eine Kommentar-Funktion und diese kann sich als nützliches Werkzeug für dich erweisen. Indem du deine Leser (und potentiellen Kunden) zum Kommentieren und Diskutieren einlädst, entwickelst du eine interagierende Community, die dir wertvolles Feedback gibt – und das wiederum kommt der Kundenbindung nur zugute.

Grund #8: Deine Conversion Rate wird gesteigert

Wenn von den Vorteilen eines Corporate Blogs die Rede ist, wird natürlich immer wieder gern auf die Kundengewinnung hingewiesen. Die Wahrheit ist jedoch: Das ist nicht die einzige Conversion, die du mithilfe von Content Marketing im Allgemeinen und Blogging im Speziellen erzielen kannst.

Richtig eingesetzt hat dein Unternehmensblog einen überaus positiven Einfluss auf deine Conversion Rate – also das Verhältnis zwischen Webseiten-Besuchern und Conversions. Typische Conversions, die im Online Marketing als wertvolle Währung gehandelt werden, sind beispielsweise:

  • neue Kunden
  • Newsletter-Anmeldungen
  • Downloads
  • Käufe
  • Kurs-Anmeldungen
  • Anfragen für ein Beratungsgespräch

Grund #9: Du kannst deine Unternehmenswerte vermitteln

Wofür steht dein Unternehmen beziehungsweise deine Marke? – Eine Frage, die sich jeder, der sich mit Content Marketing auseinandersetzen möchte, unbedingt stellen muss!

Denn: Inhalte – egal ob nun Texte, Videos, Grafiken oder Fotos – sind wichtige Werkzeuge zur Vermittlung deiner Unternehmenswerte. Und das wiederum ist eine wichtige Basis, wenn du (online) Employer Branding betreiben und für (zukünftige) Arbeitnehmer attraktiv werden möchtest.


Natürlich muss ich als Autorin und Bloggerin sagen, dass sich Blogs für Unternehmen lohnen – immerhin verdiene ich damit letztlich mein Geld. Doch du merkst: Ich habe auch ein paar gute Gründe, die diese Aussage stützen! Content Marketing bekommt von mir zwei Daumen nach oben – weil es kreativ ist, weil es nachhaltig ist, weil es wirkungsvoll ist und weil es vielseitig ist. Ganz klarer Fall: Content ist King (oder auch Queen).

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