Du willst einen Corporate Blog ins Leben rufen und weißt nicht so richtig, wo(mit) du anfangen sollst? Ich gratuliere dir, denn du befindest dich auf jeden Fall schon einmal auf dem richtigen Weg. Unternehmensblogs sind ein wichtiger Bestandteil von erfolgreichem Content Marketing und unverzichtbar, wenn du „in diesem Internet“ auf dich und dein Angebot aufmerksam machen möchtest. In diesem Beitrag verrate ich dir, welche konkreten Schritte du hin zum eigenen Unternehmensblog gehen solltest.

Schritt #1: Die technischen Grundlagen

Corporate Blogs können eine eigene Domain erhalten oder – wie dieser hier – auf einer bestehenden Webseite integriert werden. Welche Option die passende für dich und dein Vorhaben ist, musst du selbst und individuell entscheiden.

Gibt es bereits einen Internetauftritt, auf dem der Blog seinen Platz finden soll, wirst du weitaus weniger Arbeit haben. In der Regel genügt es dann, eine neue Unterseite und diverse Kategorien anzulegen – und schon kannst du loslegen.

Etwas umfangreicher gestaltet es sich bei einer völlig neuen Domain. Hier musst du erst einmal entscheiden, ob du den Corporate Blog beispielsweise mithilfe von wordpress.org umsetzt oder ob du ein sogenanntes Baukasten-System nutzt. Beide Optionen haben ihre Vorteile, doch ich rate dir ausdrücklich zu WordPress.

Die Open Source-Software ist wirklich leicht zu installieren, kostenfrei und extrem flexibel. Du hast hier viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als bei den Baukästen und kannst den Blog somit zu einem echten Unikat machen.

Wie du einen WordPress.org-Blog erstellst, erfährst du in diesem Video:

Edit: Natürlich gibt es noch weitere Optionen außer WordPress und Baukasten-System. Dir hier alle vorzustellen, würde aber definitiv den Rahmen des Artikels sprengen.

Schritt #2: Das Ziel definieren

Ein Corporate Blog sollte nie – ich wiederhole: NIE! – ohne konkretes Ziel ins Leben gerufen werden. Falls du noch keins hast, kannst du dich hier inspirieren lassen:

  • mehr Kunden für dein Produkt oder deine Dienstleistung gewinnen
  • positives Employer Branding
  • allgemeine Image-Pflege
  • Aufbau von einem Expertenstatus
  • Suchmaschinenoptimierung

Definiere das Ziel möglichst eindeutig und realistisch. Wenn du Kunden über deinen Unternehmensblog gewinnen möchtest, ist es beispielsweise sinnvoll, zu benennen, wie viele das pro Monat oder Quartal sein sollen. Auf diese Weise kannst du viel besser überprüfen, ob du dein Ziel auch wirklich erreichst oder nicht.

Edit: „Wir machen das, weil es alle machen.“ lasse ich als Blog-Ziel nicht durchgehen. Wer das behauptet, hat seine Hausaufgaben leider nicht richtig gemacht.

Schritt #3: Die Zielgruppe definieren

Wer soll deine Inhalte lesen? – Eine ebenso einfache wie knifflige Frage, richtig?

Ich selbst habe mich beim Definieren einer Zielgruppe für meine privaten Blogprojekte immer wieder schwer getan, weiß aber inzwischen sehr genau: Ohne geht es einfach nicht.

Nur wenn du weißt, für wen du schreibst, kannst du letztlich auch wissen, was du schreiben musst. Denn – so hart das für manch einen klingen mag – du schreibst nicht für dich, sondern für andere. Vergiss das niemals.

Edit: Nutze Personas, um deine Zielgruppe möglichst plastisch und greifbar zu machen. Hier habe ich ein Beispiel für dich, das ich für meinen Blog Goldrauschen erstellt habe.

Schritt #4: Themenrecherche

Wenn du erst einmal eine Vorstellung von deiner Zielgruppe hast, dann wird es dir sehr viel leichter fallen, Themen für deinen Corporate Blog zu finden – du wirst sehen.

Wichtig ist, dass du hierbei von Anfang an möglichst kleinteilig denkst und beispielsweise komplexe Themen in viele kleine Unterthemen „aufdröselst“. Das beschert dir nicht nur reichlich „Schreib-Stoff“, sondern sorgt auch dafür, dass du deinen Lesern Content servierst, der sehr viel leichter zu verdauen (und manchmal – uh! – sogar „snackable“) ist.

Bei der Themenrecherche hilft dir im Übrigen nicht nur eine „plumpe“ Google-Suche, sondern auch zahlreiche Tools und andere Anlaufstellen. Zu meinen liebsten Inspirationsquellen gehören:

Edit: Es ist okay, zu schauen, was die „Konkurrenz“ so treibt – solang du immer den Anspruch hast, dein eigenes Ding zu machen.

Schritt #5: Redaktionsplan erstellen

Wie genau du einen professionellen Redaktionsplan erstellst, möchte ich dir gern in einem späteren Blogbeitrag genauer erklären. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt beziehungsweise geschrieben: Nimm diesen Arbeitsschritt bitte ernst, wenn du nicht willst, dass dein Blog-Projekt schon nach kurzer Zeit scheitert.

Ein Redaktionsplan verrät dir nicht nur auf einen Blick, was du schreiben sollst, sondern auch, wann es veröffentlicht wird. Ich stelle in der Praxis immer wieder fest, dass es sich hierbei um ein absolut unverzichtbares Werkzeug handelt – erst recht, wenn du deinen Corporate Blog strategisch betreiben und nichts dem Zufall überlassen möchtest.

Edit: Durch einen Redaktionsplan kannst du viel schneller erkennen, wenn Beiträge aufeinander aufbauen und/oder sich ergänzen. Das ist vor allem im Hinblick auf dein internes Linkbuilding Gold wert.

Schritt #6: Kategorien festlegen

Wenn du dir erste Themen überlegt und vielleicht auch schon in einem Redaktionsplan festgehalten hast, ist es an der Zeit, deinem Unternehmensblog die richtige Struktur zu verleihen.

Kategorien sind mehr als eine kleine Spielerei, die das Ganze insgesamt komplexer wirken lassen. Sie sind eine unverzichtbare Orientierungshilfe für Besucher deines Blogs und helfen dir dabei, einen abwechslungsreichen Themen-Mix zu kreieren.

Edit: Sorge dafür, dass zum Launch-Zeitpunkt deines Unternehmensblogs jede Kategorie mit mindestens zwei Beiträgen gefüllt ist. Alles andere macht einen unfertigen Eindruck.

Schritt #7: Erste Beiträge erstellen

Kommen wir nun zu dem Punkt, der allgemein als „bloggen“ bezeichnet wird: Das Erstellen von Beiträgen. Das klingt fast schon banal, sollte aber zu jeder Zeit der wichtigste Punkt auf deiner Agenda sein.

Gute Blogbeiträge sind keinesfalls ein Produkt des Zufalls. Natürlich solltest du ein grundlegendes schreiberisches Talent besitzen, der deutschen Sprache mächtig sein und passende Bilder auswählen können. Typische Basics eben.

Doch auch andere Punkte wie zum Beispiel Unternehmenssprache, Formatierungen, Content-Mix und der Marketing-Aspekt sollten keinesfalls aus den Augen gelassen werden.

Ich bin grundsätzlich der Meinung: Übung macht den Meister. Doch wenn du feststellst, dass dir das Bloggen so überhaupt nicht liegt, dann unterstütze ich dich liebend gern bei der Umsetzung deines Unternehmensblogs. Kontaktiere mich einfach unter info@jf-texte.de

Besser kann man den Sinn vom Bloggen nicht zusammenfassen.

Schritt #8: Den Blog online stellen und am Leben erhalten

Hast du ein gewisses Kontingent an Blogbeiträgen erstellt, kann dein „Baby“ endlich online gehen. Ich selbst finde es sehr wichtig, den Lesern schon eine gewisse Auswahl an Texten zu bieten, wenn der offizielle Startschuss fällt. Das gilt für klassische Blogs ebenso wie für Unternehmensblogs.

Hat das Projekt das Licht der Welt erblickt, darf es keinesfalls als Selbstläufer verstanden werden. Ein Corporate Blog muss ständig gepflegt werden, das heißt:

  • Versorge ihn regelmäßig mit frischen Inhalten
  • Aktualisiere bestehende Inhalte (falls es neue Erkenntnisse und Informationen zum Thema XY gibt)
  • Ergänze bestehende Inhalte (beispielsweise durch Videos, Infografiken und Co.)
  • Baue ein Netz aus internen Verlinkungen auf
  • Poste die Beiträge regelmäßig (nicht nur einmalig) auf deinen sozialen Kanälen (beispielsweise Facebook, Twitter, Xing und LinkedIn)
  • Schau, ob alle Inhalte richtig dargestellt werden (in unterschiedlichen Browsern, auf unterschiedlichen Endgeräten)

Corporate Blogging: Kein Projekt für „zwischendurch“

Was in der Theorie häufig kinderleicht klingt, erweist sich in der Praxis schnell als echtes Mammutprojekt.

Mir ist es wichtig, am Ende dieses Artikels zu betonen, dass ein Unternehmensblog nichts ist, was du „mal eben nebenbei“ betreiben kannst. Wenn du dich für diesen Kanal entscheidest (hier findest du übrigens sieben Gründe, die für das Corporate Blogging sprechen), dann sollte dir klar sein, dass dafür Ressourcen notwendig sind. Stehen dir diese nicht zur Verfügung, kannst du das Projekt glücklicherweise outsourcen – zum Beispiel an mich oder eine:n andere:n Texter:in.

Ganz egal, für welchen Weg du dich letztlich entscheidest – ich wünsche dir viel Freude und Erfolg dabei, ihn zu gehen.

Beitragsbild: (c) Konstanze Wutschig