Zu sagen: „Mensch, fang doch einfach mal mit dem Bloggen an, es ist super!“, ist natürlich einfach. Wie herausfordernd „das bisschen Bloggen“ in der Praxis jedoch sein kann, wird spätestens dann deutlich, wenn deine anfängliche Themenliste abgearbeitet ist und du dich fragst, worüber du als nächstes schreiben könntest. Themenideen für den Unternehmensblog fallen leider weder vom Himmel noch wachsen sie am Baum. Allerdings gibt es nette Menschen wie mich, die sie dir in Form eines Listicles quasi auf dem Silbertablett servieren.

Worüber auf dem Unternehmensblog schreiben?

Dass Corporate Blogs auch 2024 nach wie vor relevant sind und zu jeder guten Content-Marketing-Strategie gehören, habe ich in diesem Beitrag bereits umfangreich beleuchtet. Nun schauen wir uns an, mit welchen konkreten Inhalten du deinen Unternehmensblog zum Leben erwecken kannst.

#1 Unsere Geschichte(n)

Storytelling verpackt Fakten, beispielsweise die zu deiner Firmengründung oder dem Namen von deinem Business, in einer fesselnden Geschichte und transportiert dabei „ganz nebenbei“ einen bunten Blumenstrauß an Emotionen. Perfekt!

#2 Fuck-Ups

Ähnlich fesselnd sind Storys über Geschehnisse, die nicht ganz glatt liefen und neudeutsch als Fuck-Up bezeichnet werden. Geschichten vom Scheitern sind authentisch und lassen dein Unternehmen nahbar wirken.

#3 aktueller Trend

Worüber spricht gerade die gesamte Branche? Ist es das neue KI-Tool? Diese eine Konferenz? Oder eine Produktneuheit? Schreibe darüber einen Blogbeitrag – nur bitte keinen über aktuelle Social Media-Trends, die Eltern auf dem Schirm haben sollten. Das habe ich nämlich bereits für meinen Kunden Xplora gemacht…

#4 Häufig gestellte Fragen

Fragen, die dir im Businessalltag immer wieder begegnen, können super in informative Blogbeiträge verwandelt werden. Mache hieraus gern eine Artikelserie ganz im Sinne der seriellen Content-Formate und hole das Maximale an Inhalten aus nur einer Idee heraus.

Kennst du schon die Magie der seriellen Content-Formate? Diese helfen dir, aus einer Idee gleich mehrere Content-Pieces, zum Beispiel Blogbeiträge zu erstellen und sorgen dafür, dass du dich nicht immer wieder von Neuem fragen musst, was du als nächstes posten könntest.

#5 Mitarbeiter:innen-Portraits

Wer macht bei euch im Unternehmen eigentlich was? Ein Portrait im Storytelling-Format, ein kurzes Interview oder eine interessante Schilderung aus der Ich-Perspektive liefern spannende Einblicke und verleihen deinem Corporate Blog eine persönliche Note.

#6 Branchen-Themen besprechen

Jede Branche hat „ihre Themen“, über die auf einem Unternehmensblog gern im herrlichsten Fachjargon „abgenerdet“ werden kann – du wirst die entsprechende Leserschaft anziehen. Wie diese Form von Artikeln einen Corporate Blog in der Praxis beleben, kannst du dir anhand meines Kunden Daniel Peters, Softwareentwickler mit Spezialisierung auf E-Commerce, anschauen.

#7 How to

Man nehme ein Problem, erkläre Schritt für Schritt die Lösung und fertig ist ein informativer Blogbeitrag mit jeder Menge Mehrwert. Gerade aus SEO-Sicht ein echter Powermove: Genau die Fragen beantworten, die Menschen einer Suchmaschine stellen.

#8 Listicle

Ähnlich „simpel“ verhält es sich mit dem Listicle (einer Mischung aus list und article). Dieses Content-Piece basiert auf dem Umstand, dass die meisten Menschen Listen und Übersichten mögen und beispielsweise Artikel mit Titeln wie „Corporate Blogging: 30 großartige Themenideen für deinen Unternehmensblog“ gern klicken 😉

#9 Glossar

Du verwendest in deinem Unternehmen und auf deiner Webseite eine Reihe von Fachbegriffen, die durchaus mal erklärt werden sollten? Dann mache daraus einen Blogbeitrag! Allein schon aus Sicht der internen Verlinkungen ergibt ein solcher Artikel sehr viel Sinn. Und: Du kannst den Beitrag kontinuierlich erweitern und immer wieder neue Begriffe erklären. Das wiederum untermauert deinen Expert:innenstatus enorm.

#10 Tipps

Leute lieben Tipps, denn genau danach suchen sie in der Regel im Internet. Wie beim How to gilt auch hier: Orientiere dich an dem, was häufig in Suchmaschinen eingegeben wird. Ob nun „X Tipps für die perfekten Hochzeitsfotos“ oder „Unsere Top X Geheimtipps für Mallorcas Süden“ – diese Content-Kategorie gibt wirklich einiges her.

Konkrete Ideen für deinen Unternehmensblog – schön und gut. Du hast aber trotzdem keine Lust, keine Zeit, keinen Nerv oder kein Talent, deinen Blog selbst mit Inhalten zu füllen? Dann denk doch mal über Outsourcing nach. Oder kontaktiere mich direkt via Mail an info@jf-texte.de.

#11 Produktvorstellung

Natürlich kannst du deinen Unternehmensblog auch nutzen, um ein neues Produkt von dir vorzustellen – aber bitte immer mit Mehrwert! Wenn der Blogartikel nichts anderes als eine Produktbeschreibung ist, wird das niemanden vom Hocker hauen. Überlege dir stattdessen lieber einen Kontext. Ich zum Beispiel habe einen umfassenden Artikel über achtsames Content-Marketing geschrieben, in dem ich mein E-Book „Be kind to your mind – Eine Anleitung für achtsames Content-Marketing“ eingebettet habe.

#12 Testsiege, Preise, Auszeichnungen

Immer dann, wenn dein Unternehmen in irgendeiner Weise positiv aufgefallen ist, kann das natürlich – ergänzend zur Pressearbeit – auch „verbloggt“ werden. Achte dabei jedoch unbedingt auf eine bescheidene Tonalität und beteuere, dass dies dich nur noch mehr motiviere, stets 110 % zu geben *Raketen-Emoji*.

#13 Hacks

Bitte sprich mir nach: Leute. Lieben. Hacks. Zugegeben, kleine feine Alltagskniffe oder berufliche Tricks lassen sich am besten und unterhaltsamsten in Form von Video-Content aufbereiten. Doch mit etwas Übung kannst du hieraus auch tolle Blogartikel mit viel Mehrwert stricken.

#14 relevante Studienergebnisse

Wenn es hin und wieder ein bisschen „nerdy“ auf deinem Unternehmensblog zugehen darf, kannst du branchenrelevante Studien vorstellen und die Ergebnisse aus deiner (Firmen-) Perspektive auswerten.

#15 Kund:innenfeedback

Das klassische Corporate Blogging kommt natürlich nicht ohne das wohlwollende Feedback deiner Kundschaft aus. Doch bitte übertreibe es nicht mit den Lobeshymnen und überlege dir immer, wie du die Kund:innenstimmen in einen mehrwertigen Kontext betten kannst.

#16 Interviews

Nicht nur deine Mitarbeiter:innen, sondern auch diverse Branchen-Expert:innen, Kund:innen, Freelance-Kolleg:innen etc. können dir Rede und Antwort stehen und damit spannenden Inhalt für deinen Corporate Blog liefern. Hier findest du ein kurzes Interview von mir mit meinem Kunden Kevin Pflock über die Zusammenarbeit mit Freelancer:innen.

#17 Gastbeiträge

Warum immer selber schreiben, wenn andere Menschen auch etwas zu sagen haben? Gastbeiträge sind eine hervorragende Möglichkeit, frischen Wind und andere Blickwinkel auf deinen Unternehmensblog zu bringen. Wichtig ist hierbei vor allem, dass sie thematisch passen und deine Zielgruppe ansprechen. Auf diesem Blog hat beispielsweise meine Texter-Kollegin Ann-Christin Schmitt-Rogalla über die Macht der Unternehmenssprache geschrieben.

#18 Rückblicke

Vor allem zum Jahresende sind Rückblicke eine tolle Möglichkeit, das Geschehene Revue passieren zu lassen und daraus gleichzeitig interessanten Content zu kreieren. Mein Tipp: Mach dir das ganze Jahr über Notizen zu kleinen und großen Meilensteinen. Dann ist der Jahresrückblick im Nu geschrieben.

#19 Pro-Contra-Diskussion

Wenn du keine Angst vor polarisierenden Themen hast, kannst du gern auch mal Kontroverses anschneiden und beispielsweise eine Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten schreiben. Ob Gendern, Windkraft, EU-Sanktionen oder künstliche Intelligenz – es gibt unzählige Themen, die für ordentlich Würze auf deinem Blog sorgen werden.

#20 Zukunfts-Trends

Kaum etwas ist so spannend wie der Blick in die Zukunft. Welche Themen werden deine Branche in Zukunft beschäftigen, worüber werden die Leute in 10 Jahren diskutieren, wie geht es mit XY weiter? Natürlich ist der Blick in die Kristallkugel meist spekulativer Natur – doch interessant ist er trotzdem.

Bevor du in die Tasten haust und einen genialen Blogbeitrag nach dem anderen veröffentlichst, solltest du dich erst einmal fragen, für wen du überhaupt schreibst. In diesem Kontext kann es sehr hilfreich sein, Personas zu erstellen. Wie das funktioniert, erkläre ich in diesem Blogbeitrag.

#21 Beispiele für die Nutzung von KI in Branche XY

Wenn es ein Thema gibt, um das Unternehmensblogs gerade nur schwer herum kommen, dann ist es künstliche Intelligenz. Gut für dich, denn KI bringt wirklich viele verschiedene Möglichkeiten für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit sich. Eine davon: Wie können wir KI in unserer Branche sinnvoll nutzen? Schreib doch mal darüber!

#22 kuratierte Inhalte zu Thema XY

Es gibt Themen(-komplexe), die sind schlichtweg zu groß für einen einzigen Blogbeitrag. Wenn sie trotzdem zu deiner Content-Strategie passen, kannst du versuchen, verschiedene andere Inhalte (bspw. Studien, Zeitungsartikel und Podcasts) zu kuratieren und deiner Leserschaft eine Art Quintessenz bereitzustellen.

#23 Leitfaden

Leitfäden eignen sich super für deine Positionierung als Expert:in. Frage dich, was „deine Themen“ sind und schreibe alles auf, was du dazu weißt. Leidenfaden-Artikel dürfen gern länger als „normale“ Blogartikel sein und können bei Bedarf auch zu einem Whitepaper oder E-Book weiterentwickelt werden.

#24 rechtliche Themen

DSGVO, Musikrechte, „Ist es erlaubt,…“ – hach, es gibt so viele zauberhafte Jura-Themen, mit denen du deinen Unternehmensblog füllen kannst. Okay, Spaß beiseite, denn zauberhaft ist an rechtlichen Issues meist nur wenig. Trotzdem sind die Themen relevant und locken oft viele Besucher:innen auf deinen Blog.

#25 saisonaler / Festtags-Content

Saisonaler Content, der sich mit bestimmten Ereignissen, Feiertagen und Jahreszeiten beschäftigt, bietet dir viele kreative Möglichkeiten, Inhalte für deinen Unternehmensblog zu produzieren. Achte jedoch unbedingt darauf, parallel genügend Evergreen-Content für den kontinuierlichen Traffic zu produzieren.

#26 X Gründe für…

Wenn du eine konkrete Dienstleistung oder ein bestimmtes Produkt anbietest, kannst du mit einem „X Gründe für…“-Blogpost ganz hervorragend erklären, warum deine Kund:innen dafür Geld ausgeben sollten. Ich habe beispielsweise diesen Artikel über 7 Gründe, die fürs Corporate Blogging sprechen, geschrieben.

#27 X Fehler, die ich…

Die Zeiten, in denen (unternehmerische) Fehler stillschweigend unter den Teppich gekehrt wurden, sind zum Glück vorbei. Stattdessen werden Pleiten öffentlich besprochen und bieten auch den perfekten Input für lehrreiche Blogbeiträge.

#28 DIYs & Kreatives

Wenn es zu deinem Unternehmen passt, kannst du deinen Corporate Blog auch für kreative Anleitungen, Ideen, Rezepte und mehr nutzen. Dabei muss nicht zwangsläufig sofort erkennbar sein, was die Verbindung zu deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ist. Denke immer daran, dass Content-Marketing nicht in erster Linie verkaufen möchte, sondern auch „einfach nur“ inspirieren darf.

#29 Mythen & Fakten

Sicherlich kennst du ein paar Mythen rund um deine Branche, dein Thema oder dein Produkt, die sich hartnäckig halten und endlich mal aus der Welt geschafft werden können. Für meinen Kunden FreeMOM habe ich zum Beispiel den Artikel Fakt oder Fake? Vorteile gegenüber Freelancer:innen aus Unternehmenssicht geschrieben.

#30 X No-Gos

In diesem Artikel-Format kannst du deine Expertise unterstreichen, indem du verrätst, was andere in Situation XY unbedingt vermeiden sollten. Noch informativer wird der Blogbeitrag, indem du erklärst, wie es besser geht bzw. was die „Gos“ sind.


Einer der größten Vorteile vom Corporate Blogging ist, dass du schier unendlich viele Möglichkeiten hast und selbst entscheidest, welche davon du nutzen möchtest. Wenn du hierbei Hilfe benötigst, stehe ich dir als Expertin für Unternehmensblogs beratend und auch ausführend zur Seite. Schreib mir einfach eine Mail an info@jf-texte.de.

Fotos: Christin Schreiter-Ehle | Goldinefotografie